Projekte 1992-2001

   
 
Die 1930 - 1932 erbaute Kirche ist Zeugnis kirchlichen Bauens am Ende der Weimarer Republik. Sie vereinigt Elemente von neuer Sachlichkeit, Expressionismus und Neoklassizismus.
Die ursprüngliche Einheit von Raum und liturgischer Feier wurde durch die Forderung des zweiten vatikanischen Konzils nach Einbeziehung des "Volkes Gottes" in das Geschehen am Altar und die damit verbundene Beseitigung des Hochaltars empfindlich gestört. Zudem nahm die monochrome Fassung dem Raum jegliche Ausstrahlung.
Mit dem zwischenzeitlich wieder freigelegten Chorwandbild und dem Wiedereinbau des Hochaltars (Predella) bestand die Chance, dem Kirchenraum seine Harmonie zurückzugeben: Der Unterbau des Hochaltars wurde in Material und Farbe über die Altarstufen verlängert und als bodenbündige "Insel" um den Versus-Populum-Altar geführt, was diesen auf einfache Weise in den Chorabschluss einbindet. Angelehnt an den ursprüng-
lichen Zustand erhielten der Raum und das Gestühl eine auf das Wandbild abgestimmte polychrome Fassung. So wurden der Kirchenraum und sein östlicher Abschluss wieder zur Einheit.

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