Projekte 1992-2001

   
Für die spätmittelalterlichen dreischiffigen Basilika mit
sechs Langhausjochen und eingezogenem Chor mit Dreiachtel-Schluss wurde eine neue Orgel mit 41 Registern konzipiert. Hierfür reichte die vorhandene schmale Betonempore aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht aus.
Die neue lastverteilende Betonplatte des Emporentisches liegt auf einer von vier Rundrohren getragenen Stahlkonstruktion frei im Raum. Auch die ohne schmückendes Beiwerk gestaltete Orgel wird von einem sichtbaren Stahlskelett getragen.
Eine gläserne Vorhangfassade vor dem schwellbaren Positiv lässt das Licht des bunten Motivfensters in der Westwand durchscheinen. Die Ausfachung der Stahlstützen erfolgte mit ahornfurnierten Holzpaneelen. Durch die Beschränkung auf Stahl, Glas und Holz und die schlichte Formenwahl tritt die Funktion aller Bauteile deutlich hervor und korrespondiert mit der Bescheidenheit und Schönheit des alten Bauwerks, unter Berücksichtigung des sichtbaren gotischen Westfensters.

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