Projekte 2001-2002

   
Baugeschichte
Die barocke Pfarrkirche Mater Dolorosa wurde in den Jahren 1719 bis 1733 erstellt. Die Ausstattungsgegenstände
stammen weitgehend aus dem 18.Jahrhundert. Die erste größere Renovation wurde in den Jahren um 1902 durch-
geführt. Die letzte Innenrenovation fand 1950 statt, so dass nach fast 50 Jahren starke Verschmutzungen an den Wänden und Decken eine Renovation der kunsthistorisch sehr bedeutenden Pfarr- und Wallfahrtskirche erforderlich machten. Neben der Raumschale sollte auch die feste und bewegliche Ausstattung konservatorisch gesichert werden.

Bauaufgabe

Die Putz- und Stuckoberflächen der im Jahr 1721 erbauten Kirche wurden bei der letzten Innenrenovation mit einem durchgehenden Weißanstrich, ohne farbliche Gliederungen, versehen. In den unteren Wandbereichen hat sich der Anstrich durch Feuchtigkeits- und Salzbelastung vom Untergrund gelöst und blättert ab. Die weiße Kalkfassung der Raumschale ist durch Staub- und Rußablagerungen stark verschmutzt.
Der weitgehend aus dem 18. Jahrhundert stammende Ausstattungsbestand ist an den Oberflächen durch Staub- und Rußablagerungen verschmutzt. Dies hat zur Ver-
grauung und Abdunklung der ursprünglichen Farbigkeit geführt. Blattvergoldungen und Farboberflächen sind zum Teil durch übermäßige Reinigung durchgerieben.

Konservierende Maßnahmen
In Absprache mit dem Landesdenkmalamt haben sich alle Beteiligten für eine Rückführung des Innenraumes auf das bauzeitliche Farbkonzept von 1721 ausgesprochen. Die Wandflächen waren 1721 (nach Befund) weissgelblich, die Pilaster, Gesimse und Stuckprofile in Weiss gehalten und die Kapitelle in hellem Ocker mit Vergoldungen gefasst. Erhaltene Freskomalereien des Malers Meinrad von Au an der Emporenbrüstung in den Farbabstufungen grün, blau und rot wurden freigelegt, konserviert und restauriert.





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