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Fützen

Pfarrkirche St. Vitus

Neue liturgische Ausstattung
2008-2009

Bauherr:

Kath. Kirchengemeinde St. Vitus in Blumberg-Fützen

Projektleitung: Erzbischöfliches Bauamt Konstanz
Entwurf/Ausführung liturgische Ausstattung: Michael Mayer, Bildhauermeister, Hüfingen
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Vorzustand

Fertigstellung

Baugeschichte

Die Pfarrkirche St. Vitus in Fützen wurde 1734 erbaut, nachdem ein Neubau von 1594 im 30jährigen Krieg stark beschädigt wurde. Sie ist als breite Saalkirche mit Stichkappengewölbe und 3/8-Chor errichtet. Von der 1179 erstmals genannten Kirche ist lediglich der Kirchturm erhalten. Die Pfarrkirche besitzt eine barocke Ausstattung (Hochaltar, Seitenaltäre) und wurde letztmalig 1992 außen und 1994/1995 innen renoviert.

Bauaufgabe

Die Kirchengemeinde trug sich bereits seit längerem mit dem Gedanken, die liturgische Ausstattung (Altar, Ambo, Osterleuchter, Sedilien) zu erneuern, da diese nicht Teil der Innenrenovation gewesen war. Es galt, eine Gestaltung zu finden, welche sich in den Raum einfügt, sich inmitten der vorhandenen barocken Ausstattung behauptet, aber nicht in Konkurrenz zu ihr tritt.

Durchführung

Die Kirchengemeinde nahm mit zwei regionalen Künstlern Kontakt auf, welche bereits liturgische Ausstattungen in anderen Pfarrkirchen entworfen und ausgeführt hatten. Aus dieser Kontaktaufnahme resultierten erste Entwürfe, von denen die Arbeit des Künstlers Michael Mayer am meisten Zustimmung erhielt.

In enger Abstimmung zwischen Kirchengemeinde, Künstler und Erzbischöflichem Bauamt wurden die einzelnen Ausstattungselemente in mehreren Ortsterminen mittels 1:1-Modellen weiterentwickelt und ihre Proportionen und ihre Wirkung im Raum überprüft. Als Material wurde Eichenholz ausgewählt. Sämtliche Objekte sind handgefertigte Einzelstücke, erkennbar auch an den handwerklich geprägten und gekälkten Oberflächen des Holzes.

Die neuen Sedilien wurden mit Bänken für die Ministranten ergänzt, ebenfalls als handgefertigte Einzelstücke aus Eichenholz. Um die bisweilen große Anzahl an Ministranten im Chorraum Platz finden zu lassen, werden die masslich passenden Bänke bei Bedarf vor dem Chorgestühl platziert. Damit wird eine formal dem Chorraum und der Liturgie gerecht werdende Aufstellung und Sitzordnung erreicht.

Um den Chorraum abschließend zu vervollständigen, wurde das bestehende Chorgestühl beidseitig um baugleiche Elemente im Anschluss an die Chorbogenwand ergänzt. Durch die farbliche Anpassung an den Bestand konnte der Raumeindruck des Chorraums harmonisch und stimmig abgerundet werden.

Die Baumaßnahme war geprägt durch die enge und gute Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde, Künstler und Erzbischöflichem Bauamt. Das Ergebnis ist eine singuläre liturgische Ausstattung, die sich harmonisch in den Kirchenraum einfügt und mit der sich die Kirchengemeinde in hohem Maße identifiziert.

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